Grundlagen

HVM

Der Honorarverteilungsmaßstab (HVM) regelt auf Basis § 85 Abs. 4 des SGB V die Verteilung der Gesamtvergütung für die vertragszahnärztliche Versorgung aus der gesetzlichen Krankenversicherung. Er wird von der KZV im Lande Bremen mit den Krankenkassen vereinbart.
Durch den HVM soll gemäß der gesetzlichen Vorgaben eine übermäßige Ausdehnung der vertragszahnärztlichen Tätigkeit vermieden werden. Außerdem soll er Art und Umfang der Leistungen der Vertragszahnärzte festlegen sowie eine gleichmäßige Verteilung der Gesamtvergütungen auf das ganze Jahr sicherstellen.
Dies geschieht im Lande Bremen durch die Bildung von individuellen Praxis-Budgets im Bereich KCH / PAR / KBR bzw. KFO. Die HVM-Budgets ergeben sich aus den KCH-Fallzahlen (bzw. KFO-Fallzahlen) je Quartal und den durchschnittlichen höchstzulässigen Fallwerten. Budgetüberschreitungen (vorläufige HVM-Einbehalte) bzw. -unterschreitungen werden in den jeweils folgenden Quartalen automatisch kumuliert bzw. verrechnet bis zur Vergütungsabrechnung des vierten Quartals. Den Abschluss des HVM-Jahres bildet die HVM-Restvergütung, die circa im Mai des jeweiligen Folgejahres durchgeführt wird.
Der Bereich Zahnersatz unterliegt seit 2005 nicht mehr der Budgetierung.

Jede Praxis erhält zum Ende eines Quartals die HVM-Vergütungsabrechnung des jeweiligen Vorquartals mit einer entsprechenden Berechnung.


Degression

Die Degression nach § 85 Abs. 4 b bis 4 e SGB V wird in den Degressionsbestimmungen geregelt. Sie ist neben dem HVM ein weiterer gesetzlich vorgegebener Kürzungsmechanismus, der allerdings schon konkret - durch vom Gesetzgeber festgelegte Punkt-Obergrenzen und Kürzungsprozentsätze - im SGB V vorgegeben ist. Auf diese festgelegten Werte hat die KZV im Lande Bremen keinen Einfluss. Lediglich die Durchführungsbestimmungen werden von der KZV mit den Krankenkassen vereinbart.
Im Gegensatz zum HVM unterliegen auch die IP/FU-Leistungen der Degression.

  • Kürzungsbeträge von Praxen müssen zwingend an die Krankenkassen zurückgezahlt werden. Diese Beträge sind also für die Gesamtvergütung verloren.

Es gelten zurzeit folgende Jahres-Degressionsgrenzen und Kürzungsprozentsätze für Allgemein-Zahnärzte und MKG-Chirurgen (Kieferorthopäden in Klammern):
· 262.500 Punkte (280.000 Punkte): 20 % Honorar-Kürzung je Punkt oberhalb der Grenze
· 337.500 Punkte (360.000 Punkte): 30 % Honorar-Kürzung je Punkt oberhalb der Grenze
· 412.500 Punkte (440.000 Punkte): 40 % Honorar-Kürzung je Punkt oberhalb der Grenze
Für einen angestellten Zahnarzt ergibt sich ein Zuschlag von 100 % auf die Praxis-Degressions-grenze, für einen Assistenten ein Zuschlag von 25 %.
Ab dem zweiten Quartal jeden Jahres erhalten Sie eine Mitteilung über Ihr aktuelles Punktekonto. Erst mit der Abrechnung des jeweils vierten Quartals erfolgt gegebenenfalls eine Kürzung. Degressionskürzungen werden nur einmal im Jahr durchgeführt.
Kommt es für eine Praxis sowohl zu HVM-Einbehalten als auch zu Degressions-Kürzungen, dann werden diese gemäß der geltenden Rechtsprechung des Bundessozialgerichts miteinander verrechnet und der HVM-Einbehalt entsprechend erstattet. Diese Verrechnung erfolgt automatisch mit der HVM-Restvergütung. Ein zusätzlicher Antrag ist deshalb nicht erforderlich.

Für Rückfragen: Frau Boehnke

Über uns

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung im Lande Bremen (KZV Bremen) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und ist insbesondere für die Sicherstellung der vertragszahnärztlichen, d.h. die in den Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung fallende zahnärztliche Versorgung in Bremen und Bremerhaven zuständig. Hier erfahren Sie mehr....

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